Das Weltwunder am Ende der Schlange

22 02 2012

Hallo Zusammen

Die letzten 2 Tage habe ich mir die Wasserfälle von Iguazu von allen Seiten angeschaut. Am Sonntag war ich gleich nach meiner Ankunft auf der brasilianischen Seite. Dabei wollte ich mein Visum verlängern. Leider ist mir noch nicht ganz klar ob das geklappt hat. In meinem Pass befinden sich nun unleserliche Hieroglyphen. Naja nach dem ich 15 Minuten in der Schlange stand um mir das Ticket zu holen (Ausländer zahlen einfach mal so das 10 Fache) konnte ich gleich nochmals 20 Minuten warten bis ich in den Park durfte. Hier wartete auch schon die nächste Schlange um in den Bus einzusteigen. Und dann durfte man nochmals bei arktischen Temperaturen 20 Minuten im Bus frieren. Kaum ausgestiegen konnte man die Wasserfälle sehen. Sehr beeindruckend und dementsprechend habe ich mich gleich nochmals an einer Schlange angestellt um mit dem Fahrstuhl näher an die Wasserfälle zu kommen. Dort konnte man dann über einen Steg langsam (natürlich wartend in einer Schlange) Fotos schießend bis zur Plattform vorrücken. Und dort habe ich dann endlich ein Foto gemacht. Außer den ständig über den Wasserfall kreisenden Hubschrauber und den tausenden Menschen um mich herum habe ich auch nicht viel vom tosenden Wasserfall gehört. Hauptsächlich hatte ich Platzangst. Und auf dem Rückweg (ich hatte einen Weg gefunden um zumindest die Schlange vorm Aufzug zu entgehen) kamen mir einfach Maßen an Menschen entgegen. Also geniest die Fotos ich habe gelitten. Der Anblick ist natürlich schön.

Hatte in Iguazu auch eine sehr schöne Hostel gefunden mit tropischen Garten und kleinem Pool. Aber nach der Busfahrt und Brasilien bin doch sehr schnell ins Bett gegangen. Gestern bin ich dann richtig früh aufgestanden und war einer der ersten im Park (Argentinische Seite). Als erstes bin ich auf einem Trail zu einem kleinen Wasserfall gelaufen. Das war wirklich schön, war praktisch allein im Wald und habe alle möglichen Tiere entdeckt. Am Wasserfall konnte ich dann sogar schwimmen. Mittlerweile habe ich auch festgestellt dass nicht alle Tier im Dschungel Parasiten sind (obwohl mir recht oft das Bild von Homer durch den Kopf geht, wo ein Schmetterling auf seiner Hand landet und sich direkt in sein Gehirn frisst). Ab 11 wurde es dann an dem Wasserfall voller und ich bin zu der eigentlichen Attraktion gelaufen. Ich weiß nicht wie viel Bilder gemacht habe aber ich versuche einige hochzuladen. Dadurch dass man alles zu Fuß erschließen muss verteilen sich die Massen und man hat auch mal seine Ruhe um den Anblick zu genießen. Des Weiteren sieht man unglaublich viele Tiere. Insgesamt muss ich sagen, dass man die brasilianische Seite boykottieren sollte, hier wir vollkommen die Schönheit dieses Naturwunders zerstört (z.B. Hubschrauber sind auf der Argentinischen Seite verboten). Abends im Hostel hatte ich noch eine Gruppe Argentinier kenngelehrt und es gab ein gutes Asado. Allein die Vorbereitung der Glut ist ja schon eine Kunst. Habe auch ein bisschen Spanisch geübt aber dann doch auf Englisch gewechselt ansonsten erschöpfen sich die Gesprächsthemen so schnell.

Insgesamt war ich aber die letzten Tage Gedanklich wo anders. Svenja würde Buenos Aires sehr gefallen.

Habe mich gleich wieder auf den Weg gemacht und nachdem ich den Morgen am Pool relaxt habe sitze ich jetzt schon wieder im Bus. Da hat man Zeit zum Schreiben. 18 lange Stunden bis Rosario. Eigentlich wollte ich in einen Nationalpark nahe Mercedes. Hierbei ist die Anreise aber so kompliziert, dass ich wahrscheinlich 2 Tage im Bus gesessen wäre. Das muss ja nicht sein. Außerdem habe ich von allen Argentiniern gehört das Rosaria die schönste Stadt zum Leben in Argentinien ist.

Schöne Grüße

Jan