Mon. Tronador

14 04 2012

Hallo Zusammen

Die Entscheidung fiel mir nicht leicht, wäre gerne mit Jaime, Sonja und Hakim weiterreisen (die sich so grob in Richtung Chile auf den Weg machen wollten). Aber der Ruf der Natur war dann doch stärker. Früh am Morgen habe ich mich auf den Weg zur Pampa Linda (2 Stunden mit dem Bus) gemacht. Auf dem Weg zum Busbahnhof kam mir noch Jaime entgegen getorkelt (ich bin am Vorabend schon um 3 Uhr ausgestiegen). Die Wanderung führte mich am ersten Tag auf den Mont. Tronador, den wohl schönsten Berg den ich je gesehen habe. Umgeben von einem Art Alpen Panorama thront dieser Vulcan einfach über Allem. Der Aufstieg war recht hart und noch dazu hatte ich mich beim Raften noch völlig erkältet (ein Hauptproblem war dabei das ich nicht genug Taschentücher dabei hatte). Abgesehen davon gab es einfach an allen Ecken und Enden Aussichtpunkte auf diese schwarzen Felswände mit unzähligen Wasserfällen und dem Gletscher wo man einfach mal stehenbleiben musst. Habe in einer Refugio am Beginn des Gletschers übernachtet und mich auskuriert, mit anderen Worten gerade bei Sonnenuntergang angekommen schnell draußen gekocht und mich hingelegt. Eigentlich ist es möglich hier einen Tag über den Gletscher zu wandern, mit einem Guide sogar Eisklettertouren zu unternehmen. Naja meine Planung reicht natürlich nicht so weit und es gab gerade an diesem Tag eine Militärübung die dies unmöglich machte. Wohl auch besser so, mit der Erkältung war ich so oder so kurz davor umzukehren. Nach dem ich am Morgen noch bis 12 Uhr nahe der Refugio ausgeruht habe bin ich aber dann doch weiter. Was soll man auch machen wenn  man auf einem beeindruckenden Gletscherfeld liegt, riesen Kondore 3 Meter über einem kreisen (die haben wohl meinen nahen Tod schon gerochen) mit wunderschöner Aussicht. So ging es weiter über den Pass del Nubes erst mal in ein Tal. Die Vegetation ist in der Region Dschungel mit dichtem Bambus und riesigen Bäumen (5m Durchmesser) und alles ist durchsetzt mit Sumpfgebieten. Eine ganz neue Erfahrung, die Wegfindung war auch alles andere als einfach. So habe ich einmal ein Fluss (tief und viel Wasser) auf einem dünnen Baumstamm überquert nur um festzustellen das ich völlig falsch bin (wenn man nicht auf dem Weg ist braucht man eine Machete um weiterzukommen). Am 3 Tag hatte ich mich auch wieder völlig regeneriert und hatte eine lange Strecke vor mir. Aber die schöne Aussicht auf der Hälfte hat mich aber praktisch gezwungen einfach mal 4 Stunden vor mich hin zu starren (eine schwarze Felswand mit ungefähr  50 Wasserfällen und Eisbrocken die vom Gletscher abbrachen/ das muss man einfach genießen) und den Rest auf den nächsten Tag zu verschieben. Das hieß mich am Morgen im Dunkeln durch den Dschungel zu schlagen da es nur ein Boot um 12-13 Uhr gab das nach Bariloche zurückkehrte. Insgesamt war ich diesmal auch ziemlich alleine. Nur ein Pärchen aus Finnland war noch auf dem Weg unterwegs. Dieses hatte ich schon im Bus kennengelehrt. So fühlte ich mich doch ein bisschen Sicherer und hatte auf den Campingstellen Abends immer Gesellschaft. Als ich nach Bariloche zurückkehrte habe ich sie natürlich wieder in „mein Hostel“ geführt und wir haben noch nett gekocht. Ich hätte insgesamt Provision von der Hostel verlangen sollen.

Schöne grüße

Jan



Bariloche

14 04 2012

Hallo Zusammen

Nach zweitagen Bus bin ich in Bariloche eingetrudelt. Einfach nur anstrengend und doch beeindrucket wie riesig das Land ist. Auf der ganzen Strecke gab es fast Garnichts, nur unendliche Steppe. Am nächsten Tag habe ich erst mal die Umgebung auf dem Fahrrad erschlossen. Wie in der Schweiz (selbst die Namen) aber ein bisschen wilder. Und dann habe ich die gesamte Stadt abgeklappert um einen Kletterpartner zu finden (sogar in der Bolderhalle habe ich gesucht). Es gibt definitiv nicht so viele Leute die gerne Klettern. Abgesehen davon ist das Gebiet auch recht schwer also wieder nichts. Am folgenden Tag kam dann auch Jaime, Sonja und Hakim (hatte ich im Bus kennengelernt und mich hier verabredet) an. Nach dem wir erst mal den vermeidlichen Dieb von Hakims IPhone gestellt hatten (Wir haben seine Sachen durchsucht wobei ich zwischen Spanisch und Französisch dolmetschen durfte, zwei Sprachen die ich praktisch fließend spreche) gab es ein lecker Abendessen. War ich noch die erste Nacht der einzige Gast in der Hostel so waren wir dann am Ende 10 nur weil ich auf meinem Weg diese Hostel empfohlen habe. Der Abend war echt nett. Am nächsten Tag hatte ich mir aus lauter Frust das es nicht mit dem Klettern geklappt hat  für das wohl extremsten und gefährlichsten Sport  entschieden. Zur Einstimmung bin ich Raften gegangen. Sehr nett durch ein wunderschönes Flusstal mit starken Stromschnellen. Das Boot steckte einmal völlig in einem Loch und wir sind alle über Bord gegangen. Und dann habe ich allen Mut zusammengenommen und bin tatsächlich auf ein Pferd gestiegen. Ja ich habe es geschafft. Den wohl gefährlichsten Sport überhaupt habe ich pratisch überlebt. Insgesamt war es ganz entspannt. War alleine mit einem Guide und wir sind durch seine Weideflächen geritten. Ist praktisch wie Autofahren. Am Abend ging es dann wieder feuchtfröhlich zu.

PS: Mensch ich hinke ziemlich hinterher und versuche die nächsten Tage mal alles aufzuholen, sonst vergesse ich es noch.

Schöne Grüße

Jan



Chalten

14 04 2012

Hallo Zusammen

Nachdem ich kein Busticket direkt nach Bariloche für den folgenden Tag bekommen hatte, habe ich mich auf den Weg nach Chalten gemacht. Ein kleines Dorf wunderschön zwischen den Bergen gelegen. Bin die nächsten Tage zusammen mit Janette gereist. Sich einfach mal wieder  in Deutsch unterhalten ist doch ganz nett. Außerdem hatte sie sich doch besser informiert und ich musste mich nicht um alles kümmern. Nach der Wanderung in Puerto Natales hatte ich nicht direkt Lust eine Mehrtagestour zu machen und so habe ich alles in Tagestouren erschlossen. Nach dem man Tage mit einem fetten Rucksack rum eiert ist eine Wanderung ohne Gepäck doch sehr nett. Man fliegt praktisch durch die Landschaft so hatte ich die 2-3 Tagesstrecke so oder so in einem Tag gemacht. Das Dorf ist nett und es gab sogar eine nette Sportkletterwand. Leider sind wahre Kletterfreaks selten und wenn rennen die eher zum Fritz Roy und Janette wollte nicht. Naja ich hatte die Gelegenheit mit einem Guide ein 5 Seillängentour (5) zu machen. Irgend wiederspracht das aber meinem Verständnis vom Klettern (Geld für Kletterpartner) und so habe ich die Tour sausen lassen, was ich immer noch bereue. Von den Leuten die ich bisschen jetzt getroffen habe, klettert keiner, ich glaube Freiburg steht eine Ausnahme da. Habe auch Jaime wiedergetroffen und wir haben uns für Barilloche verabredet. Nach 2 ½ Tagen gab es dann auch mal wieder ein freien Platz im Bus. 2 Volle Tage auf der berühmten Route 40.

Schöne sonnige Grüße

Jan