18
05
2012
Hallo Zusammen
In Surce angekommen hat mich Montesumas Rache voll erwischt und ich lag erst mal 2 Tage im Bett. Brauchte aber auch ein bisschen Schlaff. Insgesamt war ich wohl bei dem Essen ein bisschen zu neugierig, muss da in Zukunft ein bisschen aufpassen. Surce gefällt mir recht gut, viele schöne koloniale Gebäude, entspannt und es gibt immer was zu tun. Habe mich also erst mal in einer Sprachschule angemeldet und meine Sprachkünste verfeinert. Es versteht mich hier einfach niemand. Insgesamt war ich auch nicht so fleißig und ich bin nicht wirklich da wo ich sein will. Da der Durchfall doch recht dauerhaft war (nicht schlimm konnte alles machen aber für eine Weiterreise einfach Scheiße, bin ich nach einer Woche zu Krankenhaus gegangen). Man muss ja eins sagen, das Gesundheitssystem ist echt recht gut und kostet fast nichts, was läuft nur in Deutschland falsch. Nach 2 Wochen war es dann endlich wieder hart und ich etwas entkräftet. Die Zeit habe ich gut genutzt und war fleißig, hatte jeden Tag 5 Stunden Privatunterricht und habe Vokabeln gepaukt. Das Nachtleben ist recht abwechslungsreicht. Angesagt sind Karaoke Bars. War auch einmal auf einem nativen Abend wo es Maizbier (2 Liter 1,50 Euro und der Alkoholgehalt wird durch Zugabe von Puren geregelt) gab. Jetzt weiß ich wo die ganzen Panflöttenspieler herkommen, hier sind das eher die Hippies und es war recht nett. Nach 2 Wochen wollte ich mich dann endlich wieder auf den Weg machen. Doch wie schon gesagt in Bolivien ticken die Uhren anders. Der Lieblings Ausspruch hier ist: Alles ist möglich, nichts ist sicher. Da entscheidet der Präsident einfach mal das der morgige Tag eigentlich ein Feiertag ist und Demonstrationen sieht man wirklich jeden Tag. Diese Woche war es dann Zeit für einen Generalstreik des öffentlichen Dienst und dem Transportsystem in ganz Bolivien. So ging ab Mo nichts mehr in der Stadt. Hier setzten sich die Leute einfach auf die Straße und die Busse werden quer auf die Kreuzungen gestellt womit wirklich niemand mehr durchkommt. Wie lange der Streik dauert und was geht und was nicht weiß niemand und so bin ich eine Woche länger zur Schule gegangen (die haben gearbeitet).
Schöne Grüsse
Jan
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13
05
2012
Hallo Zusammen
Endlich in Bolivien angekommen fühlte ich mich wie in einer anderen Welt. Die Leute sehen anders aus die Uhren gehen anders und überhaupt ist es einfach anders. Was mir anfangs negativ auffiel war die Verschlossenheit der Leute wobei sie schon freundlich sind aber irgendwie auch ein bisschen apathisch. Öffnungszeiten existieren nicht und ich weiß nicht wie oft ich irgendwas nicht kaufen konnte weil sie gerade kein Wechselgeld hatten, also ein Geschäftssinn fehlt völlig. Aus der Grenzstadt habe ich mich dann direkt in Richtung Tupiza aufgemacht und dort erst mal ein bisschen Schlaff nachgeholt. Das Leben ist aber recht entspannt in Bolivien, auf den Zentralmarket bekommt man richtig gutes Essen. Habe mich nach und nach durch alle Speisen durchgearbeitet eine gute Abwechslung nach Argentinien (irgendwie interrasanter). Tupiza liegt in mitten einer Wildwest Landschafft und ist der Ausgangspunkt für eine Jeep Tour durch die Salzwüste. Eigentlich wollte ich ja ein paar Tage in der Stadt bleiben aber irgendwie ist es nur eine Transferstadt und diese Hektik hat mich ein bisschen angesteckt. Trotzdem wollte ich mir eine Reittour nicht entgehen lassen und so habe ich mich auf die Suche nach Leuten und einer Tour gemacht. Leider war keiner aufzutreiben der mich auf einer 3 Tages- Pferdetour begleiten wollte und so stand ich kurz davor dies alleine zu machen. Glücklicherweise habe ich noch am Abend 3 Mädels kennengelernt die sie zu einer 1 Tages Tour auf dem Pferd überreden ließen falls ich danach mit ihnen die Salzwüstentour machen würde. Und so ging es am nächsten Tag durch die Steppe. Habe mich wirklich wie ein Cowboy gefühlt. Richtig im Galopp durch Flüsse usw. Insgesamt bin ich für dies aber nicht gebaut und so stellte sich das Sitzen die nächsten Tage als echte Herausforderung heraus. Mit dem Jeep ging es dann am nächsten Tag Richtung Uyuni durch eine völlig unwirkliche Landschafften. Habe selten so eine Einsamkeit erlebt. Übernachtet wurde in Minidörfen. Insgesamt waren wir 2 Tage bei fast 4500 Meter oder höher und trotz intensiven Kokablätterkonsums hatte ich Dauerkopfschmerzen und nach einem Spurt von 20 Metern benötigte ich ungefähr 10 min. Pause. Wirklich die Landschafft zu beschreiben fällt schwer da müsst ihr euch die Fotos anschauen wenngleich die wirkliche Schönheit da auch nicht zur Geltung kommt. Meine Highlights waren die ersten zwei Tage da die Tour nur wenige Leute von Tupiza aus machen und man annähert alleine ist, der rote See und die Geysire. Am dritten Tag haben wir dann Uyuni erreicht, wir konnten leider nicht direkt durch die Wüste fahren da sie unter Wasser steht. Am 4 Tag ging es dann in die eigentliche Salzwüste. Einfach surreal. Habe danach in Uyuni noch Tomas wiedergetroffen und es ging dann direkt am Abend wieder mit ein paar Leuten in die Wüste auf eine Transparty mittendrin. Ein sehr bizarres Erlebnis aber schön. War mal was anderes, bei ungefähr -20 Grad tanzt man einfach nur noch um zu überleben (Im Zelt war es nicht auszuhalten). Nach 2 Tagen war ich aber echt durch und meine Füße wollten einfach nicht mehr und die Kälte in der Nacht war schon hart. So haben wir uns auf den Rückweg nach Uyuni gemacht und ich habe gleich den Bus nach Sucre genommen.
Schöne Grüße
Jan
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7
05
2012
Hallo Zusammen
In Salta angekommen, hatte ich mit Martin und Tomas entschieden die Umgebung von Salta mit einem Auto zu erkunden. Salta an sich ist nicht so schön, interessant ist nur das auf der einen Seite Wüste ist und auf der anderen Dschungel gibt. Am nächsten Tag ging es mit einem kleinen Fiat Clio los in Richtung Cavayata. Die Landschaft ist sehr beeindruckend. Abends gab es noch ein Asado und für den nächsten Tag hatte sich noch eine Französin Oteant angeschlossen. Über die Rute 40 (alles Dirtroad) ging es nach Cachi. Da es an allen Enden und Ecken was zu sehen gabt haben wir für 200 km ungefähr 8 Stunden gebraucht. Nach Cachi ging es dann wieder zurück nach Salta. Leider schluck da das Wetter um (strömender Regen) und es wurde dunkel. Die weitere Fahrt war dann recht schwierig (ungefähr 5 Meter Sicht und die Straße hatte sich in einen Fluss verwandelt. Und dann war auch noch die Straßen nach Salta völlig überspült, wir hatten kein Sprit mehr (die Tankstelle auch nicht )und ein Hostel oder Hotel war nicht in Sicht. Dementsprechend haben wir dann vor dem Fluss gewartet und den verzweifelten Versuchen der anderen zugeschaut, abgesehen davon sind wir auch noch steckengeblieben. Schlussendlich haben wir es aber dann doch geschafft. Am nächsten Tag ging es dann Richtung Purmamacar. Auf dem Weg haben wir noch ein argentinisches Pärchen mitgenommen, die sich Abends dann mit einem Essen bedankt haben. Habe noch nie so bunte Felsen gesehen. Witziger weise haben wir noch an dem Tag herausgefunden das wir das Auto nicht nur 3 sondern 4 Tage gemietet hatten. Darum ging es dann am nächsten Tag noch weiter nach Tircata wo es einen netten Wasserfall mit beeindruckender Schlucht und eine alte Inkerstadt gibt. Das Auto mussten wir dann abends in Jujuy abgeben und wir hatten uns für die harte Variante für die Weiterreise entschieden. Was hieß, Gepäck am Busbahnhof unterbringen und bis 3 Uhr morgens eine kleine Stadtbesichtigung machen und dann ab zur bolivianischen Grenze.
Schöne Grüsse
Jan
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