Bariloche

14 04 2012

Hallo Zusammen

Nach zweitagen Bus bin ich in Bariloche eingetrudelt. Einfach nur anstrengend und doch beeindrucket wie riesig das Land ist. Auf der ganzen Strecke gab es fast Garnichts, nur unendliche Steppe. Am nächsten Tag habe ich erst mal die Umgebung auf dem Fahrrad erschlossen. Wie in der Schweiz (selbst die Namen) aber ein bisschen wilder. Und dann habe ich die gesamte Stadt abgeklappert um einen Kletterpartner zu finden (sogar in der Bolderhalle habe ich gesucht). Es gibt definitiv nicht so viele Leute die gerne Klettern. Abgesehen davon ist das Gebiet auch recht schwer also wieder nichts. Am folgenden Tag kam dann auch Jaime, Sonja und Hakim (hatte ich im Bus kennengelernt und mich hier verabredet) an. Nach dem wir erst mal den vermeidlichen Dieb von Hakims IPhone gestellt hatten (Wir haben seine Sachen durchsucht wobei ich zwischen Spanisch und Französisch dolmetschen durfte, zwei Sprachen die ich praktisch fließend spreche) gab es ein lecker Abendessen. War ich noch die erste Nacht der einzige Gast in der Hostel so waren wir dann am Ende 10 nur weil ich auf meinem Weg diese Hostel empfohlen habe. Der Abend war echt nett. Am nächsten Tag hatte ich mir aus lauter Frust das es nicht mit dem Klettern geklappt hat  für das wohl extremsten und gefährlichsten Sport  entschieden. Zur Einstimmung bin ich Raften gegangen. Sehr nett durch ein wunderschönes Flusstal mit starken Stromschnellen. Das Boot steckte einmal völlig in einem Loch und wir sind alle über Bord gegangen. Und dann habe ich allen Mut zusammengenommen und bin tatsächlich auf ein Pferd gestiegen. Ja ich habe es geschafft. Den wohl gefährlichsten Sport überhaupt habe ich pratisch überlebt. Insgesamt war es ganz entspannt. War alleine mit einem Guide und wir sind durch seine Weideflächen geritten. Ist praktisch wie Autofahren. Am Abend ging es dann wieder feuchtfröhlich zu.

PS: Mensch ich hinke ziemlich hinterher und versuche die nächsten Tage mal alles aufzuholen, sonst vergesse ich es noch.

Schöne Grüße

Jan



Chalten

14 04 2012

Hallo Zusammen

Nachdem ich kein Busticket direkt nach Bariloche für den folgenden Tag bekommen hatte, habe ich mich auf den Weg nach Chalten gemacht. Ein kleines Dorf wunderschön zwischen den Bergen gelegen. Bin die nächsten Tage zusammen mit Janette gereist. Sich einfach mal wieder  in Deutsch unterhalten ist doch ganz nett. Außerdem hatte sie sich doch besser informiert und ich musste mich nicht um alles kümmern. Nach der Wanderung in Puerto Natales hatte ich nicht direkt Lust eine Mehrtagestour zu machen und so habe ich alles in Tagestouren erschlossen. Nach dem man Tage mit einem fetten Rucksack rum eiert ist eine Wanderung ohne Gepäck doch sehr nett. Man fliegt praktisch durch die Landschaft so hatte ich die 2-3 Tagesstrecke so oder so in einem Tag gemacht. Das Dorf ist nett und es gab sogar eine nette Sportkletterwand. Leider sind wahre Kletterfreaks selten und wenn rennen die eher zum Fritz Roy und Janette wollte nicht. Naja ich hatte die Gelegenheit mit einem Guide ein 5 Seillängentour (5) zu machen. Irgend wiederspracht das aber meinem Verständnis vom Klettern (Geld für Kletterpartner) und so habe ich die Tour sausen lassen, was ich immer noch bereue. Von den Leuten die ich bisschen jetzt getroffen habe, klettert keiner, ich glaube Freiburg steht eine Ausnahme da. Habe auch Jaime wiedergetroffen und wir haben uns für Barilloche verabredet. Nach 2 ½ Tagen gab es dann auch mal wieder ein freien Platz im Bus. 2 Volle Tage auf der berühmten Route 40.

Schöne sonnige Grüße

Jan



Das blaue Eis

20 03 2012

Hallo Zusammen

Zurück in der Zivilisation bin ich am Abend dann noch in das Nachtleben von Puerto Natales eingetaucht. Mein Zimmergenosse Jaime (Spanier) und ich sind nach guter südländischer Tradition um 10 losgezogen um noch was zu essen. Anschließend ging es in ein Pub. Das Nachtleben in Chile ist schon sehr schräg. Ein wohl sehr bekannter Sänger steht auf der Bühne mit seinem Laptop und spielt unglaublich schlechte Popmusik und erklärt  z.B. beim Lied von Tarkan worüber der Text handelt. Zwischendurch singt er noch Playback Schnulzen. Und es gibt dumme Spiele. Ich musste in einem Tanzbattle gegen einen Einheimischen antreten. War so oder so der einzige der Spanisch nicht so gut versteht und so stand ich dort und hatte keine Ahnung. Die Hauptaufgabe des Entertainers besteht aber im Verteilen von Freibier. Danach ging es noch in eine Disko wo ein echter Star aus der Hauptstadt auftrat. Das Unterhaltungsprogramm sah aber sehr ähnlich aus. Da unser Bus  um 7 Uhr morgens fuhr, bin ich um 6 ins Hostel gewankt und habe meine Sachen gepackt. Jaime wollte schlaffen und doch noch ein paar Tage in der Stadt bleiben(Mädel). Sehr schade mit ihm wäre ich gerne noch weiter gereist, gute Lebens- und Reiseeinstellung. El Calafate habe ich dann etwas übernächtigt mit dem Fahrrad erkundet. Insgesamt kann man sagen „Touristenloch“. Gestern habe ich mir dann doch noch einen sehr teures Vergnügen gegönnt. Aber wann bekommt man schon im Leben die Chance eine Wanderung auf einem riesigen Gletscher zu unternehmen. Sehr schön die Bilder sprechen für sich. zufälliger habe ich auf der Tour auch noch Janette wiedergetroffen, die ich auf der Torrestour kenngelernt habe (6 Tage auf demselben Campingplatz). War auch mal wieder schön sich länger in Deutsch zu Unterhalten.

Insgesamt bin ich im Moment ein bisschen planlos, so viele Möglichkeiten und doch nur begrenzte Zeit. Ich werde jetzt einfach irgendwie die Route 40 hochfahren und an ein paar Stellen noch Pausen machen (bisschen Badeurlaub an Seen wäre schön). Glücklicherweise hatte ich gestern noch  hochmotivierte Wandere getroffen die viele Trekks hier schon gemacht haben und so konnte ich schon mal meine nächsten Trekking Touren raussuchen. Zwei weitere 6 Tages Touren habe ich in Patagonien noch geplant. Diese sind dann auch wirklich einsam, wildcampen ist nicht nur erlaubt sondern von Nöten und die Beschreibungen hören sich super an. Eine geht an einem halb aktiven Vulkan entlang.
Schöne Grüße
Jan



Ein Traum in Gorotex

17 03 2012

Hallo Zusammen

Nachdem ich die Sonne genossen hatte und die Wettervorhersage für die nächsten Tage in Puerto Madryn nicht so gut aus sah habe ich mich weiter auf den Weg in den Süden gemacht. Mein Ziel war El Calafate. Bei der Ankunft sagte mir die Stadt nicht so zu und es gab auch keine Möglichkeit zum Wandern. So habe ich mich kurzer Hand in den nächsten Bus gesetzt und bin nach Puerto Natales gefahren. Früh am nächsten Morgen (nachdem ich meine Ausrüstung sortiert und Lebensmittel für 8 Tage gekauft hatte) ging es in den Parque National Paine del Torres. Bin 7 Tage das große „O“ gewandert. Die Landschaft ist einfach überwältigend. So unglaublich vielseitig, es ging in der Steppe los durch eine Landschaft die irgendwie wie eine Savanne aussieht in Wälder durch Sumpfgebiete ins Gebirge und umgeben ist das Ganze von riesigen Gletschern und Seen. Des Weiteren sind die Naturgewalten hier so unglaublich, da wird man von Windböen wirklich umgeworfen und das Wetter es definitiv sehr wechselhaft. Die Wege sind gut angelegt (mit einigen Herausforderungen aber immer irgendwie machbar). Einziger Wehrmustropfen war, das wild campen streng verboten ist und dies sogar kontrolliert wird, so musste man immer auf vorgegebenen Campingplätzen übernachten. Des Weiteren ist der vordere Teil der Wanderung völlig überlaufen da hat man keine 20 Minuten Ruhe auf den Wegen und die Campingplätze sind überfüllt. Diesen Teil, ob wohl er angeblich die berühmten Aussichtspunkte bietet, bin ich dann in 1,5 Tagen schnell abgelaufen und habe den hinteren Teil der Wanderung genossen. Am ersten Tag hatte ich noch ein chilenisches Pärchen kennengelernt mit denen ich zusammen gewandert bin (mein Spanisch wird besser) und auf dem Campingplatz habe ich Ragel wiedergetroffen (Bekannte aus Buenos Aires) was mich gefreut hat. Ansonsten habe ich es dann vorgezogen alleine zu wandern, ich bin einfach zu langsam, mache definitiv zu viele Raucherpausen und mag die Stille der Natur lieber. Insgesamt hat man sich am Abend so oder so auf den Campingplätzen wiedergetroffen. Wobei das „O“ nur sehr wenige Leute laufen (ungefähr 10 Personen auf den Campingplätzen). Heute entspanne ich mich in der Hostel was mir die Zeit gibt mal wieder was zu schreiben. Muss aber Chile so schnell wie möglich verlassen, das ist hier teurer als in der Schweiz und die melken die Touristen wie Kühe.

Schöne Grüße

Jan



Wind Wellen Surfen

17 03 2012

Hallo Zusammen

Nun ja jetzt hat es ja etwas länger gedauert und das ist alles nicht mehr so aktuell, dementsprechend gibt es nun gleich zwei Artikel. Habe letzte Woche noch ein paar Tage in Puerto Madryn einen Surf Kurs gemacht. Hat echt Spaß gemacht, es ging gleich aufs Wasser mit einem bisschen kleineren Brett und einem größeren Segel. War praktisch Privatunterricht wodurch ich auch richtig weit raus in die Bucht fahren konnte. Mit einen Meter hohen Wellen wird das Ganze aber deutlich anspruchsvoller. Werde versuchen einen weiteren Kurz in Peru oder Ecuador zu machen. Ansonsten war ich an einsamen Stränden und habe einfach ein bisschen ausgespannt. Hatte auch wieder Glück mit den Leuten.

Schöne Grüße

Jan



Der Wilde Süden

5 03 2012

Hallo Zusammen

Haben nun endlich Buenos Aires verlassen und die Reise kann beginnen. War der Stadt auch ein bisschen überdrüssig. Und in der Schule hatte ich einen schlechten Lehrer was ziemlich auf die Motivation drückt. Zum Abschluss habe ich doch nochmals ein paar Fotos, von den Leuten mit denen ich mehr unternommen habe, hochgeladen. Bin am Samstag nach Puerte Madryan gefahren also den wilden Süden Argentiniens. Sonntags ging es dann erst mal mit dem Fahrrad in die Wüste. Die Trials bitten ganz neue Herausforderungen. Leider war ich auf das nicht ganz vorbereitet und steckte mit den Flipflops ziemlich tief im Schlamm und auch in Dornenbüschen. Die Landschaft erinnert an den Wilden Westen, ziemlich trocken, windig und lebensfeindlich. Abends habe ich noch mit zwei Argentinierinnen gekocht und ein paar Bier getrunken. Heute ging es früh los auf eine 4*4 Tour über die Peninsula Valdes. Wunderschöne Tour durch die Steppe (Wüste). Neben den Hauptattraktionen, den Seelöwen, Seeelefanten und Pinguin- Kolonien, gab es auch noch allerhand Tiere zu sehen, von denen ich noch nie gehört habe (z.B. dieser Mischung aus Hase und Känguru). Leider ist nicht die Hauptsaison und die Kolonien sind nicht mehr so groß und die Wale sind weiter gezogen. Dafür besteht die Chance Orcas direkt am Strand zu sehen. Heute hat es leider nicht geklappt, es war Ebbe als wir da waren. Ich bin aber im Tierbeobachtungsfieber und dementsprechend werde ich morgen früh versuchen per Anhalter zum Aussichtspunkt zu kommen (100 km mitten im Naturschutzgebiet/ heute habe ich insgesamt 5 Autos im gesamten Park gesehen, hoffe das klappt). Auf dem Rückweg hat mich der Guide in Puerto Piramides abgesetzt, einem kleinen Dorf (besonders bekannt um Wale zu beobachten). Da gerade Nebensaison ist, wirkt das Dorf wie ausgestorben (sind nur 4 Leute in der Hostel). Zwar ist in der Hostel eine sehr nette Familie, die mir die ganze Zeit von ihrem selbstgebrauten Bier nachschenkt, trotzdem fühle ich mich das erste Mal auf der Reise ein bisschen Einsam. Das ist eben das Los des Alleine Reisens.

Schöne Größe

Jan

PS.: Mit den Fotos klappt das gerade nicht, (Stromausfälle und sehr langsames Wifi) werden nachgereicht



Die Insel

28 02 2012

Bin wieder auf den Weg zurück nach Buenos Aires.

Als erstes will ich nochmals über die hiesige Weggehkultur aufklären. Es soll ja keiner denken, dass ich ein Weichei bin. Aber so langsam komme ich zu dem Schluss, dass Argentinier nicht schlaffen. Um einmal zu veranschaulichen wie das hier so läuft beschreibe ich z.B. mal den Freitagabend (Fito Paez Konzert). Verabredet waren wir um 6 Uhr um zu der ersten Band zu gehen. Nun ja 3 Stunden später waren dann alle soweit und es ging los (in Argentinien verabredet man sich grundsätzlich 2 Stunden früher, dies wird schon eingerechnet. Wenn man pünktlich kommt, ist das unhöflich, naja da kann ich mich noch leicht anpassen.). Wie schon gesagt waren wir dann auf dem Konzert und dem Tangotanzabend. Anschließend (3 Uhr) waren alle ein bisschen unschlüssig wo es hin geht und wir haben erst mal ein paar Bierchen in der Hostel gekauft. Um die Uhrzeit sind Diskotheken hier eh leer. Viele sind gerade einmal mit dem Abendessen fertig. Um 5 hatte ich keine Lust mehr und bin ins Bett. Dort machen sich grade zwei Jungs fertig um auszugehen. Um 6 war dann endlich Ruhe und ich war der einzige in der Hostel der schon so früh ins Bett ging. Irgendwie kann ich mich nicht an diesen Rhythmus anpassen. Was noch schlimmer ist, die stehen noch vor mir auf.

Am Samstag habe ich mich zusammen mit den zwei Belgierinnen auf den Weg zu einer Insel mit Campingplatz gemacht. Die Insel ist nahe der Stadt aber nur mit einem Boot zu erreichen. Der Fluss ist der 3 größte der Welt wodurch sich das ganze ein bisschen wie am Meer anfühlt. Direkt neben der Anlegestelle haben wir Leo den Ladenbesitzer und Hugo den Eisverkäufer getroffen (die Belgierinnen waren schon letzte Woche hier). Nach dem sie uns auf 5 Bier eingeladen hatten ging es mit dem Boot von Leo weiter zum Campingplatz. Es sind zwar nur 200 Meter aber was solls. Die Gastfreundschafft hier ist wirklich überwältigend. Kaum auf dem Campingplatz angekommen hatte uns auf schon eine Familie (insgesamt waren es Freunde Verwandt usw.) zum Essen eingeladen (natürlich Asado). Und so hat man die Nacht am Lagerfeuer sitzend verbracht (bis zum Sonnenaufgang, Argentinier brauchen keinen Schlaff). Da wir nicht wirklich was zu Essen mitgenommen hatten, haben wir sehr viele Einladungen ob zum Mate am Morgen, Mittagessen  usw. angenommen. Insgesamt ist es so das alles was da ist Gemeinschaftsgut ist und so teilt man halt. Wobei ich nach einer gewissen Zeit schon ein schlechtes Gewissen hatte. Konnte auch ein bisschen Kajak fahren mit dem Boot der Familie. Und in Beachevollyball sind die Argentinier richtig gut. Die kleine Tochter hat mir ein bisschen Nachhilfeunterricht in Spanisch gegeben. Angeblich habe ich einen Japanischen Akzent. Gestern Abend gab es noch ein Konzert von den Pelotas am gegenüberliegenden Ufer. So habe ich nun schon 2 der 3 bekanntesten Rock National Band gesehen.

Die gesamten Tage haben ich ausschließlich Spanisch gesprochen (selbst mit den Belgieren wobei eine fließen Spanisch sprach). Mein Hauptproblem ist das ich die Argentinier nicht verstehe und die mich auch nicht. wodurch es nicht gerade möglich ist flüssige Gespräche hinzubekommen. So bin ich, obwohl ich sehr viel Menschen treffen, in einer Art Kommunikationsvakuum. Natürlich kann ich einfach Tätigkeit beschreiben und nach Sachen fragen aber in einem normalen Gespräche ist das ja nicht so wichtig, ich glaube ich brauche noch mehr Spanischunterricht. Werde versuchen eine Schule in Patagonien zu finden.

Schöne Grüße

Jan



200 Jahre Argentinien und Rosaria

25 02 2012

Hallo Zusammen

Erst mal vorweg, euch ist ja sicher schon aufgefallen das es nur Landschaftsbilder gibt und keine Personenbilder. Dies liegt zum einen daran das ich meistens keine Camara dabei habe wenn ich mich mit Leuten abends treffe und zweitens bin ich einfach kein Mensch der gerne Personenbilder macht. Des Weiteren weiß ich nicht wie das mit dem Datenschutz ist. Man kann ja nicht einfach so Bilder veröffentlichen,da wäre ich schlimmer wie Facebook, wo wahrscheinlich schon einige Fotos von mir zu finden sind. Glücklicherweise bleibe ich ein Alien (Kommentar wenn man anmerkt das man nicht in Facebook ist) und die Fotos sind nicht verlinkt. Habe aber nun angefangen die Leute mit denen ich mehr mache zu fragen ob es ok ist wenn ich ein Foto in den Blog setze.

Die letzten 3 Tage habe ich Rosario besichtig und hänge hauptsächlich am Strand rum (liegt am Fluss) und gehe abends aus. Die ersten Abende habe ich was mit 2 Schwedinnen und einem Schweizer unternommen. War recht Witzig und nach dem wir in einer Bar für 2 Stunden eingesperrt waren sind wir noch mit einer Gruppe Einheimischer um die Häuser gezogen. Seit gestern findet hier in der Stadt ein großes Openair statt. Vor 200 Jahren hat der Herr Belgrano hier gegen die Spanier gewonnen und es wird der Jahrestag der Unabhängigkeit gefeiert. So habe ich gestern sogar einen echten argentinischen Rockstar „Fito Paez“ (Mariposas Multicolor) live gesehen. Danach waren wir noch auf einem Platzt wo ein großer Tangotanzabend stattfand. War mit 3 Einheimischen (ziemliche Musikfanatica, ich glaube die hatten auch die Fusion ausgiebig studiert) und zwei Belgierinnen unterwegs. Denen schließe ich mich auch jetzt an. Die nächsten Tage verbringe ich ein bisschen außerhalb der Stadt auf einem Campingplatz nahe am Strand. Die Rockmusik hat sich hier völlig unabhängig entwickelt wobei sie ihren ganz eigenen Still besitzt (Blassinstrumente werden z.B. im Hintergrund eingesetzt). Übrigens habe ich ausschließlich Spanisch gesprochen und momentan funktioniert es recht gut einfach übers Sprechen zu lernen. Mir fehlen nur noch die Zeiten der Zukunft, grundlegende Vokabeln und die Fähigkeit diese auch auszusprechen. Insgesamt bin ich einfach nicht Sprachbegabt und dementsprechend dauert es bei mir einfach ein bisschen länger die Aussprache richtig hinzukriegen.

Schöne Grüße

Jan



Das Weltwunder am Ende der Schlange

22 02 2012

Hallo Zusammen

Die letzten 2 Tage habe ich mir die Wasserfälle von Iguazu von allen Seiten angeschaut. Am Sonntag war ich gleich nach meiner Ankunft auf der brasilianischen Seite. Dabei wollte ich mein Visum verlängern. Leider ist mir noch nicht ganz klar ob das geklappt hat. In meinem Pass befinden sich nun unleserliche Hieroglyphen. Naja nach dem ich 15 Minuten in der Schlange stand um mir das Ticket zu holen (Ausländer zahlen einfach mal so das 10 Fache) konnte ich gleich nochmals 20 Minuten warten bis ich in den Park durfte. Hier wartete auch schon die nächste Schlange um in den Bus einzusteigen. Und dann durfte man nochmals bei arktischen Temperaturen 20 Minuten im Bus frieren. Kaum ausgestiegen konnte man die Wasserfälle sehen. Sehr beeindruckend und dementsprechend habe ich mich gleich nochmals an einer Schlange angestellt um mit dem Fahrstuhl näher an die Wasserfälle zu kommen. Dort konnte man dann über einen Steg langsam (natürlich wartend in einer Schlange) Fotos schießend bis zur Plattform vorrücken. Und dort habe ich dann endlich ein Foto gemacht. Außer den ständig über den Wasserfall kreisenden Hubschrauber und den tausenden Menschen um mich herum habe ich auch nicht viel vom tosenden Wasserfall gehört. Hauptsächlich hatte ich Platzangst. Und auf dem Rückweg (ich hatte einen Weg gefunden um zumindest die Schlange vorm Aufzug zu entgehen) kamen mir einfach Maßen an Menschen entgegen. Also geniest die Fotos ich habe gelitten. Der Anblick ist natürlich schön.

Hatte in Iguazu auch eine sehr schöne Hostel gefunden mit tropischen Garten und kleinem Pool. Aber nach der Busfahrt und Brasilien bin doch sehr schnell ins Bett gegangen. Gestern bin ich dann richtig früh aufgestanden und war einer der ersten im Park (Argentinische Seite). Als erstes bin ich auf einem Trail zu einem kleinen Wasserfall gelaufen. Das war wirklich schön, war praktisch allein im Wald und habe alle möglichen Tiere entdeckt. Am Wasserfall konnte ich dann sogar schwimmen. Mittlerweile habe ich auch festgestellt dass nicht alle Tier im Dschungel Parasiten sind (obwohl mir recht oft das Bild von Homer durch den Kopf geht, wo ein Schmetterling auf seiner Hand landet und sich direkt in sein Gehirn frisst). Ab 11 wurde es dann an dem Wasserfall voller und ich bin zu der eigentlichen Attraktion gelaufen. Ich weiß nicht wie viel Bilder gemacht habe aber ich versuche einige hochzuladen. Dadurch dass man alles zu Fuß erschließen muss verteilen sich die Massen und man hat auch mal seine Ruhe um den Anblick zu genießen. Des Weiteren sieht man unglaublich viele Tiere. Insgesamt muss ich sagen, dass man die brasilianische Seite boykottieren sollte, hier wir vollkommen die Schönheit dieses Naturwunders zerstört (z.B. Hubschrauber sind auf der Argentinischen Seite verboten). Abends im Hostel hatte ich noch eine Gruppe Argentinier kenngelehrt und es gab ein gutes Asado. Allein die Vorbereitung der Glut ist ja schon eine Kunst. Habe auch ein bisschen Spanisch geübt aber dann doch auf Englisch gewechselt ansonsten erschöpfen sich die Gesprächsthemen so schnell.

Insgesamt war ich aber die letzten Tage Gedanklich wo anders. Svenja würde Buenos Aires sehr gefallen.

Habe mich gleich wieder auf den Weg gemacht und nachdem ich den Morgen am Pool relaxt habe sitze ich jetzt schon wieder im Bus. Da hat man Zeit zum Schreiben. 18 lange Stunden bis Rosario. Eigentlich wollte ich in einen Nationalpark nahe Mercedes. Hierbei ist die Anreise aber so kompliziert, dass ich wahrscheinlich 2 Tage im Bus gesessen wäre. Das muss ja nicht sein. Außerdem habe ich von allen Argentiniern gehört das Rosaria die schönste Stadt zum Leben in Argentinien ist.

Schöne Grüße

Jan



Tango Fleisch und Subte

19 02 2012

Hallo Zusammen

Bin schon ein bisschen wehmütig, Buenos Aires ist einfach eine echte Metropole mit allen Vor und Nachteilen. Habe die letzten Tage nochmals die Kultur erkundet. Am Mittwoch war ich in einer Milonga. Einer Mischung aus Tanzstudio und Bühne. Die Atmosphäre war Wahnsinn. Jeder war nur aus einem Grund da, um Tango zu tanzen. Das Publikum war völlig durchmischt, alle Altersklassen, vom wahrhaften Profi bis zum Anfänger usw. Ich hatte mich einem Mädel angeschossen die mit ihrer Tanzschule da war. Somit war ich wohl der einzige der nicht getanzt hat und auch vom Tango nicht wirklich angetan war. Bei den super Profis, die eingespielt sind, sieht es ja noch ganz annehmbar aus aber bei allen anderen war das so verkrampft da kann man einfach kein Spaß haben. Und die Grundhaltung erst einmal (Oberkörper gegeneinander gelehnt und die Beine bilden ein Dreieck), so was von unnatürlich, Hauptsache nicht auf die Füße treten. Entschädigt wurde ich von der live Tangoband. Die Musik ist wirklich gut. Was die für einen kräftigen, traurigen Sound mit ihren 4 Akkordeons, 2 Kontrabässen, 2 Geigen und Piano erzeugen, das reist einfach mit. Am Freitag war ich noch Essen aber zu mehr hat leider die Kraft nicht mehr gereicht. Spanischlernen macht einfach müde. Was das Essen angeht bin ich insgesamt ein bisschen enttäuscht. Das Fleisch ist sehr gut die Enpenadas schmecken und es gib auch gute internationale Küche. Leider existieren in Argentinien keine Soßen oder andere Beilagen (außer langweiliger Salat und Pommes). Da ist die thailändische Küche doch vielseitiger und nach 5 Wochen wird das beste Fleisch langweilig. Die Bilder sind noch von einem Spaziergang mit Thomas am Samstag .

Aber nun endlich habe ich Buenes Aires verlassen und bin nach Iguazu gefahren. 18 lange Stunden im Bus um dieses Weltwunder zu sehen. Hoffentlich lohnt es sich.

Schöne Grüße

Jan